Bienenschwarm im Garten? Wir kümmern uns drum.

Warum schwärmen Bienen?

Der Schwarmtrieb dient dem natürlichen Bestreben der Honigbiene, ihren Staat durch Teilung zu vermehren. Dieses wunderschön zu beobachtende Naturschauspiel findet jährlich in den Monaten Mai und Juni statt.

Gerade zu dieser Jahreszeit herrscht nicht nur Vollbetrieb in den Beuten, sonder auch regelrechte Enge. Wenn zu viele Baubienen im Stock sind, viel Pollen und die Drohnen gerade so schlüpfen, dann werden einige Bienen sprichwörtlich "arbeitslos". Ein altes Sprichwort der Imker lautet: Wenn den Bienen langweilig wird, dann kommen sie auf dumme Gedanken. Deshalb gebe ihnen Arbeit und teile sie, damit sie dir nicht schwärmen.

Gelangen sie dennoch in Schwarmstimmung, dann werden kleine Weiselnäpfchen gebildet, in die die Königin irgendwann ein Ei legt. Übersieht der Imker auch nur eine solche Schwarmzelle, dann verlassen meistens am neunten Tag nach der Eiablage, oder bei schlechtem Wetter an einem darauf folgenden, schlagartig und meist vormittags zwischen 11 und 12 Uhr tausende Bienen mit ihrer Königin in einer riesigen Wolke den Bienenstock.

Sie sammeln sich meist an einem nahegelegenen Baum an einer Stelle als Schwarmtraube. Dort legen sie eine Ruhepause ein, um sich weiter zu orientieren. Hunderte Kundschafterinnen werden daraufhin losgeschickt um eine neue Unterkunft, möglichst eine Baumhöhle, zu suchen. Sollte die Suche nicht erfolgreich sein, wird der komplette Schwarm weiterfliegen. An einer zweiten Zwischenstation sammelt sich der Schwarm erneut und die Erkundung einer geeigneten Unterkunft beginnt von Neuem. Hat eine Kundschafterin eine geeignete Höhle gefunden, kehrt diese zum Schwarm zurück und führt auf der Oberfläche der Schwarmtraube den sogenannten Schwänzeltanz auf. Je stärker sie tanzt umso lukrativer is das gefundene Objekt. Daraufhin begeben sich weitere Kundschafterinnen an den entdeckten Ort. Finden auch diese die Unkterkunft für geeignet, führen auch sie den Schwänzeltanz auf um noch mehr Kundschafterinnen an den Ort der neuen Wohnung zu führen. Dies geschieht so lange, bis sich der gesamte Schwarm erhebt um zur neuen Behausung zu fliegen.

Allerdings gibt es immer weniger Unterkunftmöglichkeiten, da die Wälder nicht mehr der Natur überlassen werden und somit alte, hohle Bäume rar werden. Desweiteren haben wildlebende Honigbienenvölker in der freien Natur leider keine Überlebenschance mehr.

Warum haben Schwärme keine Überlebenschance?

Dies liegt an dem aus Asien eingeschleppten Parasiten, der Varroamilbe. Es gibt kein Volk mehr in Europa, welches nicht von der Varroa befallen ist. Die Milbe vermehrt sich in der Brut rasend schnell und schwächt dadurch das Volk extrem. Man sagt, dass sich die Anzahl der Milben pro Monat verdoppelt. So angeschlagen überträgt die diese nicht nur Krankheiten, sondern übernimmt in nichtbehandelten Völkern, spätestens im Winter, die Population. Das heißt dass in einem Volk mehr Milben leben als Bienen.

Ein starkes Volk schafft es vielleicht noch bis in den kommenden Sommer, spätestens dann ist es verloren. Viren und Krankheiten sind zwar in allen Völkern vorhanden, in einem gesunden und starken Volk allerdings führen sie selten dazu, dass eine Krankheit ausbricht. Einzelne erkrankte Bienen verlassen das Volk oder werden von Arbeiterinnen entfernt. In einem durch die Varroamilbe geschwächten Volk können sich Viren stärker vermehren und führen im Volk zum Ausbruch der Krankheit. Bienen kommen verkrüppelt zur Welt, Durchfallkrankeiten können auftreten oder sogenannte Sackbrut, also in sich zusammenfallende Larven, entstehen.

Imker versuchen dem Druck der Varroa durch verschiedene Maßnahmen stand zu halten. Durch zwei- bis dreimalige Behandlungen pro Jahr mit Säuren, weiteren biotechnischen Maßnahmen und kompletten Brutentnahmen halten wir die Völker möglichst unter der sogenannten Schadschwelle.

Und genau deshalb fangen wir Imker die Schwärme ein und geben ihnen ein neues Zuhause.

Sie haben einen Bienenschwarm entdeckt?

Rufen Sie uns einfach an, wir fangen ihn auf schnellstem Wege ein. In der Zwischenzeit können Sie den Schwarm beobachten.
Bitte versuchen Sie nicht den Schwarm zu verscheuchen. Ein Bienenschwarm ist in der Regel nicht gefährlich. Die Honigblasen der Bienen sind voll, da sie für den Auszug Futter für 3 Tage mitgenommen haben. So vollgefressen und mit anderen Dingen im Kopf sind sie in der Regel weder aggressiv noch stechlustig.. Dennoch sollte man sie nicht reizen.

 

Benutzen Sie einfach das Kontaktformular und ich werde Sie schnellstmöglich zurückrufen.

Ansonsten können Sie mich auch unter folgender Nummer erreichen: 0172/6963226

 

Falls wir keine Zeit haben, können Sie auch gerne einen anderen Imker aus Ihrer Nähe kontaktieren. Die Feuerwehr ist allerdings leider nicht der richtige Ansprechpartner, da diese selber einen Imker benötigen um einen Schwarm zu entfernen.

Norbert Stadler

Acheringer Hauptstr. 36

85354 Freising

Ihre Vorteile

•  Beitrag für den Naturschutz
•  reiner Honig aus den unbehandelten Isarauen vor den Toren Freisings
•  Honig enthält viele Vitamine und Enzyme

•  einzigartiger Geschmack
•  Schutz der Bienen

Folge uns auf

Instagram